Jugendoffizier zu Gast

Heute hatten die Klassen 10g besonderen Besuch: der Bezirksjugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Bartels, gestaltete eine informative und spannende Einheit. Im Mittelpunkt standen dabei die Herausforderungen durch Fake News und Desinformation in demokratischen Gesellschaften. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich kritisch mit der Frage auseinander, wie Informationen entstehen, verbreitet werden und welche Auswirkungen gezielte Falschmeldungen auf Meinungsbildung und Demokratie haben können – insbesondere auf social media.

Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in die aktuelle Sicherheitspolitik sowie in die Aufgaben der Bundeswehr im nationalen und internationalen Kontext. Auch historische Bezüge wurden hergestellt: am Beispiel des Kalten Krieges wurde deutlich, wie Propaganda und Informationskontrolle bereits in der Vergangenheit eine zentrale Rolle spielten. Die Veranstaltung diente zugleich der Vorbereitung auf die anstehende Exkursion zur Gedenkstätte Point Alpha in der kommenden Woche. Die Schülerinnen und Schüler konnten so bereits wichtige inhaltliche Grundlagen erarbeiten, die ihnen helfen werden, die historischen Zusammenhänge vor Ort besser einzuordnen.

Wir bedanken uns herzlich für den Besuch, die anschauliche Vermittlung der Inhalte und freuen uns auf die weitere Kooperation. Als Schule stehen wir auf Basis eines Beschlusses der Schulkonferenz offen zur kritisch-konstruktiven Kooperation mit der Bundeswehr.

WICHTIG: die politische Bildungsarbeit der Jugendoffiziere und -offizierinnen bewegt sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens, den im März 1977 das Bundesverfassungsgericht mit einer Entscheidung bestätigt hat. Er sieht vor, dass staatliche Stellen einen Beitrag zur Information der Bürgerinnen und Bürger leisten dürfen und müssen. Das Werben um Nachwuchskräfte ist hingegen keine Aufgabe der Jugendoffiziere. Dafür sind innerhalb der Bundeswehr die Karriereberater zuständig.