Am 27.03.26 besuchten unsere Schülerinnen und Schüler der 10g1 und 10g2 die Anne-Frank-Ausstellung in Weimar, wo sie durch die persönlichen Lebensstationen von Anne Frank geführt wurden. Dabei hielten sie eigene Vorträge, in denen sie nicht nur die Stationen ihres Lebens, sondern auch den historischen Kontext von Diskriminierung, Verfolgung und nationalsozialistischer Menschenverachtung beleuchteten. Im Anschluss lernten sie im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Volksbund auf dem Weimarer Hauptfriedhof. Dort erkundeten sie Gräber von Gefallenen, Tätern und Opfern des Ersten und Zweiten Weltkriegs und setzten sich intensiv mit den Folgen von Krieg und totalitären Systemen auseinander. Besonders interessierte mich die Geschichte von Kurt Nehrling, einem Kriegsfreiwilligen im Ersten Weltkrieg, der allerdings aufgrund seiner Erkrankung an Lungentuberkulose ausgemustert wurde. Nach dem Krieg trat er in die SPD ein, mit deren Ortsverband Weimar er sich auch nach der Machtübernahme der NSDAP traf. 1943 wurde er wegen Aussagen gegen den Krieg und die NS-Regierung zum Tode verurteilt und im Dezember ermordet. Diese Erfahrungen vertieften nicht nur ihr Wissen, sondern stärkten auch ihr Bewusstsein für die Verantwortung, die wir uns aus der Geschichte heraus ableiten müssen. Frau Wildies und Herr Wenke begleiteten die Fachexkursion. Besonderer Dank geht an Lisa Werner vom Schulamt Mittelthüringen und Sebastian Fehnl vom Volksbund.



